Gesetzlich oder Privat?

Krankenversicherung

Vergleich der gesetzlichen Krankenkasse mit der privaten Krankenversicherung.

 

Wichtige Gesetzesänderung ab 1.1.2015: Krankenkassen können die Höhe des Beitragssatzes selbst bestimmen!
Vergleichen Sie selbst: Gesetzliche (GKV) oder private Krankenversicherung (PKV)?
Nur in der PKV möglich: Individuell absichern (Basis- bis 5-Sterne-Premium-Schutz) bei fairem Beitrag, der – anders als bei der GKV – nicht am Einkommen gekoppelt ist.

 

Neuer Zusatzbeitrag

Ab dem 1. Januar 2015 können die Krankenkassen in Deutschland die Höhe ihres Beitragssatzes selbst bestimmen. Die Folge sind höhere Beiträge in fast allen gesetzlichen Krankenkassen.

Der allgemeine Beitragssatz der Krankenkassen sinkt zwar von 15,5 auf 14,6 Prozent (von dem der Arbeitgeber die Hälfte trägt), doch wird dieser Beitragssatz nicht zur Deckung der Kosten ausreichen. Es entsteht demnach eine Finanzierungslücke, die die Krankenkassen-Mitglieder in Form eines neuen Zusatzbeitrages ausgleichen müssen.

 

Wie hoch wird der Zusatzbeitrag sein?

Der Zusatzbeitrag, den fast alle gesetzlichen Krankenkassen ab Januar 2015 von ihren Mitliedern erheben, ist abhängig von der Einkommenshöhe. Je höher der Verdienst, desto höher der Zusatzbeitrag, da dieser Prozentual festgelegt wird. Bei den meisten Krankenkassen liegt die Höhe des Zusatzbeitrages bei 0,9 Prozent, bei finanzschwachen Kassen auch darüber.

 

Nutzen Sie Ihr Sonderkündigungsrecht!

Ihre Krankenkasse muss Sie einen Monat vor Beginn der Beitragserhöhung informieren und Sie auf Ihr einmonatiges Sonderkündigungsrecht hinweisen.

Prüfen Sie daher bereits jetzt Ihre Beiträge und Leistungen.
Evtl. ist auch für Sie ein Wechsel in die Private Krankenversicherung lukrativ und sinnvoll.

 

Die wichtigsten Vor- und Nachteile gegenübergestellt

Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Vor- und Nachteile der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung herausgesucht.

 

Gesetzliche Krankenversicherung

■  Ehepartner und Kinder können im Rahmen der Familienversicherung kostenlos mitversichert werden
  Beitragsfreiheit während des Erziehungsurlaubs ist möglich
  Keine oder kaum Möglichkeiten zur individuellen Gestaltung des Versicherungsschutzes
  Behandlung nur durch Kassen- oder Vertragsärzte
  Stationär nur Anspruch auf Regelleistung
  Zuzahlungen bei Krankenhausaufenthalten, Medikamenten sowie bei Heil- und Hilfsmittel
  Hohe Zuzahlungen bei Zahnersatz
  Beiträge sind am Einkommen gekoppelt

 

Private Krankenversicherung

  Individuelle Gestaltung des Versicherungsschutzes
■  Beitrag richtet sich nach der Tarifgestaltung
  Freie Arztwahl und i.d.R. bevorzugte Behandlung
  Stationäre Einbettzimmer- und Chefarztbehandlung (je nach Tarif)
  Hohe Kostenerstattung bei Zahnersatz (je nach Tarif)
■  Heilpraktiker-Erstattung im Rahmen der Gebührenordnung für Heilpraktiker
  Familienmitglieder müssen separat – mit eigenen Beiträgen – versichert werden
  Keine Beitragsfreiheit während des Erziehungsurlaubs

 

Wer kann in die private Krankenversicherung wechseln?

Der Wechsel in die private Krankenversicherung ist für Selbstständige und Freiberufler jederzeit möglich.

Beamte können sich ebenfalls zusätzlich privat versichern, da sie Zuschüsse in Höhe von mind. 50 % erhalten. Was heisst das genau? Beamte haben Anspruch auf die Beihilfe Ihres Dienstherren und erhalten so Zuschüsse zu Ihrer Krankenversicherung. Die Höhe beläuft sich i.d.R. auf 50 bis 80 Prozent der Behandlungskosten. Die Beihilfe ist nur wirksam in Verbindung mit einer PKV, nicht mit einer GKV. Im Gegensatz zur GKV ist für Beamte somit in der PKV eine günstigere Kranken-Teilversicherung ausreichend.

Die Jahresarbeitsnetgeltgrenze (JAEG) für 2015 beträgt 54.900 Euro. D.h. Angestellte, die in die PKV wechseln möchten, müssen ein Mindesteinkommen von 54.900 Euro nachweisen.

Ist eine private Krankenversicherung für 60 € im Monat möglich?

Viele Anbieter werben mit extrem niedrigen Prämien für die private Vollversicherung, angeblich ist Versicherungsschutz schon ab 60 Euro im Monat zu bekommen. Diese Tarife gibt es tatsächlich, es muss aber in aller Deutlichkeit von ihnen abgeraten werden.

Diese Tarife enthalten nur absolute Basisleistungen, die zum Teil nicht einmal denen der gesetzlichen Krankenversicherung entsprechen und zusätzlich ist auch noch ein hoher Selbstbehalt vereinbart. Mit zunehmendem Alter des Versicherungsnehmers werden diese Tarife darüber hinaus auch noch unverhältnismäßig teuer, weil kaum oder keine Altersrückstellungen gebildet werden.

Ein leistungsstarker Tarif sollte im Durchschnitt nicht weniger als 200 Euro im Monat kosten, wenn der Versicherungsnehmer jung und gesund ist, mit zunehmendem Alter werden die durchschnittlichen Prämien höher.

Wonach berechnet sich der Beitrag einer PKV?

Anders als bei der gesetzlichen Krankenversicherung berechnet sich die monatliche Prämie bei privaten Vollversicherungen nach der individuellen Situation des Versicherungsnehmers. Entscheidende Faktoren sind unter anderem das Eintrittsalter, die Berufsgruppe und der Gesundheitszustand des Versicherungsnehmers.

Die gewünschten Leistungen sind ebenfalls entscheidend für den Beitrag. Bis Ende 2012 war auch das Geschlecht des Versicherungsnehmers ein wichtiger Faktor. Bis dahin zahlten Frauen generell mehr für den Versicherungsschutz als Männer. Mittlerweile gibt es nur noch sog. Unisex-Tarife, die für Mann und Frau gelten.

Man hört oft, dass die PKV im Rentenalter unbezahlbar ist. Stimmt das?

Bis zum 60. Lebensjahr wird zusätzlich zu Ihrem Tarifbeitrag ein gesetzlicher Zuschlag von 10% erhoben. Dieser Betrag wird mit 2,75% bis 3,5% verzinst - auch über das 60. Lebensjahr hinaus. Kommt es ab dem 65. Lebebsjahr zu Beitragserhöhungen, werden diese von dem vorhandenen Kapital finanziert. Bei Tarifen mit niedrigen Beiträgen empfehlen wir eine individuelle Hochrechnung!

Ab Rentenbeginn wird ein Krankentagegeld-Tarif nicht mehr benötigt. Dadurch kommt es zu einer Beitrgskürzung.

Bedenken Sie auch, dass Renter von der Deutschen Rentenversicherung Bund ( www.deutsche-rentenversicherung-bund.de ) einen 7,3%-igen Zuschuss zur Krankenversicherung erhalten. Bei 2.000 Euro Rente sind das 146 Euro monatlich.

 

kostenlos und unverbindlichen Vergleich für Ihre Krankenversicherung

Kommentare sind geschlossen.